Sommerausklang

Le Landeron (CH).

Camping des Pêches.

September 2021 / Ferien.

Nachdem wir beide jeweils eine Ferienwoche getrennt genossen haben (Hausbootferien auf der Mecklenburgischen Seenplatte mit Kollegen bzw. Wanderferien im Tessin mit meinem Vater), liessen wir den Sommer im Camper ausklingen. Diese Septemberwoche verbrachten wir aufgrund des verheissungsvollen Wetters erneut in der Schweiz und verzichteten auf die weite Reise ans Meer. Der Bielersee bot uns zwar kein Mittelmeer-Feeling, jedoch eine wunderbare Spätsommerwoche.


Mit Freude stellten wir fest, dass der Campingplatz eine Belegung vorwies, die auch in den Vor-Corona-Jahren anzutreffen war (im Vergleich zum Juni). Der Campingplatzbetreiber bestätigte das Bild, das sich uns bot: An den Wochenenden ist der Platz rappelvoll, unter der Woche gibt es wieder etwas Luft. Somit genossen wir fünf von sieben Tagen in äusserst angenehmer Atmosphäre.


Auf einem spiegelglatten Bielersee wagten wir uns erstmals seit einigen Wochen erneut auf das SUP. Mit etwas Erstaunen paddelten wir noch immer ohne grosse Wackler und genossen die "Wasserwanderungen" nach Erlach und nach La Neuveville. Am Ende der Woche machte uns der Wind einen kleinen Strich durch die Rechnung: Unseren SUP-Ausflug mussten wir aus Vernunftsgründen verkürzen; auf dem Rückweg kämpften wir gegen den Westwind an und erreichten sicher das Ufer - dennoch haben wir auch diesen Wellenritt sehr genossen.


Bereits im Frühling wanderten wir einmal auf die St. Peterinsel - aufgrund des eher düsteren Wetters zeigten sich dieses Mal aber bemerkenswert weniger Leute auf dem Ausflugsziel. Bald holte aber auch uns der Regen von Süden ein, so dass wir unseren Spaziergang abkürzten und auf das Schiff wechselten. Via Biel tuckerten wir gemütlich bis nach Le Landeron, fast "vor die Haustüre". Mit dem Anlegen des Schiffes in Le Landeron beglückte uns erneut ein unangekündigter Regenguss - nach den schönen Tagen durften wir uns aber nicht beklagen.


Als die Wetterfee etwas schlechteres Wetter ankündigte, setzten wir unseren lang gehegten Plan um und reisten in die Stadt Fribourg. Mit dem Zug durch Örtchen, dessen Namen wir noch nie gehört haben, landeten wir in der Stadt, die uns durch die Grösse deren Altstadt überraschte. Wir nahmen vermeintlich jede einzelne Treppenstufe in der Stadt unter die Füsse und fanden nach einigem Suchen dann auch ein wohlverdientes Bierchen.


Zum Abschluss der Woche spazierten wir von Le Landeron ins vom Unwetter arg gebeutelte Cressier, das wir bereits im Frühling besuchten. Nicht mehr viel war von den Hochwasserschäden erkennbar, aber genug, um sich das Ausmass ein wenig vorstellen zu können.


Abschliessend gilt es zu bilanzieren, dass es eine erholsame, mit sehr viel (sehr viel) Schlaf gesegnete, sonnige Woche war, in denen wir freiwillig und auch unfreiwillig unseren Platz auf dem Campingplatz mit Nachbarn teilten, wie so oft nette Gespräche mit Platznachbarn führten und nach Möglichkeit sehr gerne wieder kommen.